uLab Uno: ein Arm für das Probenhandling im Labor

uLab Series

Kompaktes Einarm-System für präzises Proben-Handling — mit KI-gestützter Objekterkennung, LIS-Anbindung und Installation ohne Umbau.

uLab Uno in Zahlen

1Arm

für präzises Proben-Handling

60Röhrchen/h

im autonomen Betrieb *

16h

volle Autonomie ohne Überwachung

* Richtwert für den autonomen Betrieb. Der tatsächliche Durchsatz hängt vom Anforderungsprofil und vom Probenaufkommen ab. In der Anlage laufen klinische Chemie, Immunologie, Hämatologie und Gerinnung parallel; Zentrifugationsbedarf, Prioritätsproben und die Art der Probenzuführung beeinflussen das Ergebnis. Wir ermitteln den zu erwartenden Durchsatz für Ihr Labor im Vorfeld gemeinsam mit Ihnen.

Die Handgriffe, die niemand studiert hat

Unendlich oft, nie schwierig

Röhrchen aus dem Rack nehmen, Barcode lesen, in die Zentrifuge stellen, wieder herausnehmen, weiterreichen. Diese Handgriffe hat niemand studiert — sie sind nur unendlich oft zu tun.

Fachkräfte am falschen Platz

Jede Stunde Routine-Handling bindet genau die Menschen, die an anderer Stelle im Labor fehlen. Nachts verschärft sich das Problem.

Improvisation skaliert nicht

Zuruf und Handarbeit funktionieren, bis das Probenaufkommen steigt. Dann entstehen Wartezeiten, Verwechslungsrisiken und Lücken in der Dokumentation.

So kommt uLab Uno in Betrieb

Technisches Audit

Wir prüfen Abläufe, Probengefäße und Geräteanbindung in Ihrem Labor — vor der Entscheidung, nicht danach.

Schrittweise Migration

Ihre Prozesse werden nacheinander auf das System übertragen. Die Installation erfolgt ohne bauliche Veränderungen, bei minimalem Platzbedarf.

Systemübergabe

Ihr Team übernimmt den Betrieb über uGo+. Die Umschaltung von autonom auf manuell gelingt binnen 10 Minuten.

Betrieb ohne Eingriff

Bis zu 16 Stunden volle Autonomie ohne Überwachung — mit definierten Abläufen und sauberer Geräteanbindung im Regelbetrieb.

Plattform statt Projekt.

uLab Uno ist kein Sonderbau, sondern eine Konfiguration der uLab Technologieplattform — dem bewährten Standard unserer Laborrobotik. Modulare Architektur, hochpräzise Handhabung, KI-gestützte Erkennung der Probengefäße.

Was heute ein Arm an einer Zentrifuge macht, lässt sich morgen um weitere Geräte und Abläufe erweitern, ohne das System zu ersetzen. Genau deshalb skalieren Plattformen und Projekte nicht.

Einen Ablauf durchrechnen

Schicken Sie uns einen wiederkehrenden Ablauf aus Ihrem Labor. Wir sagen ehrlich, ob sich ein Arm dafür lohnt — oder ob Sie zwei brauchen.

Gespräch vereinbaren

Integration und Sicherheit

Stationär und mobil, ein Verbund

Wenn zwei Hände nötig sind

uLab Duo

Manche Abläufe brauchen zwei Hände: gleichzeitiges Halten und Öffnen, synchronisiertes Sortieren. Wo ein Arm zwischenlegen müsste, arbeitet uLab Duo mit zwei Armen im gemeinsamen Takt.

Entdecken

Dein Roboter. Deine Daten.

Ein System, das in Ihrem Labor arbeitet, sieht Proben, Aufträge und Abläufe. Diese Daten gehen niemanden außerhalb Ihres Hauses etwas an. Die Verarbeitung läuft deshalb auf dem Gerät, eine dauerhafte Cloud-Verbindung ist für den Betrieb nicht nötig, und über uGo+ ist einsehbar, wer welche Aufgabe gestartet hat — Grundlage für Datenschutzfolgenabschätzung, Betriebsrat und Aufsicht.

Kaufen oder mieten: Robot-as-a-Service

Sie können uLab Uno kaufen oder als Robot-as-a-Service mieten. Bei der Miete zahlen Sie eine laufende monatliche Rate, in der Hardware, Softwarepflege und Service zusammen betrachtet werden — aus dem Betriebs- statt aus dem Investitionsbudget. Das ist der übliche Weg für einen Pilotbetrieb und für einen schrittweisen Rollout über mehrere Standorte.

Vorher ausprobieren

Bevor ein Roboter in Ihrem Haus fährt, ist Ihr Ablauf bei uns schon gefahren: In unseren Trainingszentren in Stuhr (Labor und Diagnostik) und Gelsenkirchen (Klinik und Pflege) proben wir Ihren Ablauf am echten Aufbau. Vereinbaren Sie einen Termin im Trainingszentrum.

Uno oder Duo — welches System passt?

Beide Systeme sind stationäre Robotiklösungen für die Automatisierung wiederkehrender Arbeitsschritte direkt am Laborarbeitsplatz: Greifen, Bewegen, Zuführen und Sortieren von Proben, Racks und Verbrauchsmaterial. Der Unterschied liegt im Zuschnitt.

  • uLab Uno arbeitet mit einem Roboterarm. Er passt, wenn ein einzelner, klar abgegrenzter Prozessschritt automatisiert werden soll — ein Analysegerät be- und entladen, Proben oder Racks zuführen und entnehmen, sortieren und übergeben. Der Einstieg für Labore, die gezielt einen manuellen Engpass auflösen wollen, ohne die Laborstruktur zu verändern.
  • uLab Duo arbeitet mit zwei Roboterarmen in einer gemeinsamen Zelle. Damit lassen sich mehrere Geräte, Übergabepunkte und Prozessschritte bedienen und aufeinander abstimmen: Zentrifugation, Decapping, Sortierung und Gerätebeladung werden zu einem durchgehenden Ablauf verbunden. Während ein Arm ein Gerät entlädt, belädt der andere das nächste. Das passt, wenn nicht ein Schritt, sondern ein zusammenhängender Prozessbereich automatisiert werden soll.

Und wo bleibt uLab Mobile?

uLab Mobile gehört zur selben Produktfamilie, verfolgt aber ein anderes Prinzip. Während uLab Uno und uLab Duo stationär an einem festen Arbeitsplatz installiert werden, bewegt sich uLab Mobile selbstständig durch das Labor und verbindet räumlich getrennte Geräte, Räume und Prozessstationen. Die Systeme stehen nicht im Wettbewerb zueinander: Uno und Duo automatisieren stationäre Arbeitsbereiche, uLab Mobile übernimmt Transport und geräteübergreifendes Handling.

Häufige Fragen

Was ist uLab Uno?

uLab Uno ist ein kompaktes Einarm-Robotersystem für das Handling von Proben im klinischen und pharmazeutischen Labor. Es nimmt Probengefäße auf, erkennt sie über KI-gestützte Objekterkennung, liest Barcodes und bedient angebundene Laborgeräte wie Zentrifugen.

Braucht mein Labor einen Umbau?

Nein. uLab Uno ist auf minimalen Platzbedarf ausgelegt und wird ohne bauliche Veränderungen installiert. Das System arbeitet in der bestehenden Umgebung, nicht in einer eigens gebauten.

Wie wird uLab Uno an unser Laborsystem angebunden?

Über eine standardisierte LIS-Anbindung nach CLSI LIS1-A, dem früheren ASTM E1381. Zusätzlich steht eine REST-API zur Verfügung; SiLA ist in Vorbereitung, OPC UA setzen wir projektspezifisch ein.

Ist der Betrieb neben Menschen zulässig?

Ja. uLab Uno erfüllt die geltenden ISO-Vorgaben und arbeitet in zertifizierten Sicherheitsbereichen für die Mensch-Maschine-Kollaboration.

Kann man uLab Uno mieten?

Ja. Neben dem Kauf gibt es Miet- und RaaS-Modelle mit monatlicher Rate, in der Hardware, Softwarepflege und Service zusammen betrachtet werden.

Technische Daten

Für alle, die vor der Entscheidung rechnen müssen. Was hier fehlt, schicken wir auf Anfrage als vollständige Unterlage.

Leistung

  • Durchsatz: bis zu 90 Röhrchen pro Einsatzstunde
  • Probenvereinzelung: bis zu 450 Proben pro Stunde
  • Autonomie: bis zu 16 Stunden volle Autonomie ohne Überwachung
  • Verfügbarkeit: über 98 Prozent im autonomen Betrieb
  • Erkennung: Kappenfarbe über 95 Prozent, Barcodes von 8 bis 20 Ziffern
  • Umschaltung: von autonom auf manuell binnen 10 Minuten

Roboterarm

  • Abmessungen: 160 × 58 × 60,5 cm (H × B × T)
  • Gewicht: 100 kg, Traglast: 5 kg, Reichweite: 800 mm
  • Schutzart: IP54, Reinraum: ISO 14644-1 Klasse 6
  • Leistungsaufnahme: rund 200 W im typischen Programm
  • Sicherheit: 17 konfigurierbare Sicherheitsfunktionen inklusive Ellbogenüberwachung

Tagesarchiv

  • 200 × 60 × 89,1 cm, 95 kg
  • 5 Racks à 50 Stellplätze, je ein Rack pro Labordisziplin
  • NIO-Ausschleusung mit manueller Schublade

Anschluss und Integration

  • Strom: 10 × 230 V / 16 A, Netzwerk: 7 Anschlüsse
  • LIS: Anbindung nach CLSI LIS1-A (früher ASTM E1381), dazu REST-API. Der Betrieb ist auch ohne LIS und ohne Middleware möglich, dann steuert uGo+ nach Barcode-Endung, Kappenfarbe oder Materialkennung.
  • Probengefäße: nach EN 14820 beziehungsweise ISO 6710

Anbindung an Analysegeräte

  • Angebunden werden unter anderem Roche Cobas, Sysmex XN-Serie, Siemens Atellica, Beckman Coulter DxH, Werfen ACL TOP und Hettich ROTINA.
  • Integrationswege: VGA-Grabber mit Maus-Emulation (Screen Reader), PLC/SPS oder direkte API- beziehungsweise Middleware-Anbindung — je nachdem, was das Gerät hergibt.
  • LIS-Anbindung unter anderem an Opus::L, Swisslab, Lauris, CGM Analytik, GLIMS und DC Laborsystem.
  • Kamerasystem: KI-gestützte Objekterkennung für Probenröhrchen, Racks und Verbrauchsmaterial, inklusive Barcode- und Füllstandserkennung.

Funktionsmodule

Decapping und Recapping, Barcode-Scanning, Objekterkennung, Füllstandsmessung, Rack-Handling, Gerätebeladung und -entladung sowie LIS-Integration.

Referenzinstallation

St. Barbara Hospital Gladbeck — im Zusammenspiel mit Sysmex XN-1000, Roche Cobas Pure und Stago Compact Max3.

Konformität

  • CE-Erklärung nach Maschinenrichtlinie 2006/42/EG
  • Niederspannungsrichtlinie 2014/35/EU, EMV-Richtlinie 2014/30/EU
  • EN ISO 13849-1, EN ISO 10218-1, Wiederholgenauigkeit nach ISO 9283
  • Performance Level PLd, Kategorie 3

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